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Diese Geschichte erschien erstmals im Jahr 2008 im stern. Anlässlich des zehnjährigen Jahrestages der Entdeckung des Horrors in Amstetten veröffentlichen wir sie erneut.

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An jenem Tag, als Elisabeth Fritzl unter die Erde ging und erst 24 Jahre später wieder das Tageslicht erblickte, schien in Niederösterreich die Sonne. Es war ein schöner Spätsommertag, der 28. August 1984, ein Tag aus einer anderen Zeit. Richard von Weizsäcker war in Deutschland kurz zuvor als Bundespräsident vereidigt worden. Ronald Reagan bereitete sich im Wahlkampf auf seine zweite Amtsperiode vor und sprach bei einer Mikrofonprobe von der Bombardierung der Sowjetunion, Franz Beckenbauer beerbte nach der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich den gescheiterten Jupp Derwall.

An jenem Tag, da Elisabeth Fritzl unter die Erde ging, war ihr Haar braun und schulterlang. Als Elisabeth ein knappes Vierteljahrhundert später die Sonne wieder sieht und erstmals frische Luft durch ihre Lungen strömt, hat sie unter der Erde sieben Kinder geboren, eines davon ist gestorben und verbrannt worden, die älteste Tochter Kerstin, 19, kämpft im Krankenhaus von Amstetten um ihr Leben. Elisabeth hat schlohweißes Haar, ihre Haut ist fahl und trägt dem Vernehmen nach Spuren von Krätze.

Die Welt da oben ist eine komplett andere. Es gibt keine Sowjetunion mehr und keinen Eisernen Vorhang, Ronald Reagan ist tot, von Weizsäcker Geschichte und Beckenbauer Pensionär im Unruhestand. Es gibt nun Handys und Internet und hundert Fernsehkanäle und nicht nur ORF 1 und 2 wie damals 1984, als sie der Vater hinunterlockte in den Keller, sie laut ihrer Aussage betäubte und anleinte. Und dann missbrauchte, ein knappes Vierteljahrhundert lang, auch vor den Augen der eigenen Kinder, die zugleich ihre Halbschwestern und Halbbrüder sind und deren Erzeuger Vater und Großvater in einer Person ist. Die vielen Fernsehsender, die ihre Teams nach Amstetten geschickt haben, berichten tagein, tagaus von ihrer Geschichte.

Es ist eine Geschichte, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Sie sprengt die Vorstellungskraft. Nicht einmal Schriftsteller haben sich Vergleichbares ausgedacht; diese Geschichte hat etwas von Kaspar Hauser, Dr. Mabuse und Frankenstein. In den Vereinigten Staaten gab es den Fall von Cameron Hooker, der von 1977 bis 1984 ein Mädchen unter Mitwissenschaft seiner Frau in einer Art hölzernem Sarg unter seinem Bett gefangen hielt. Und in Österreich tauchte 2006 nach achteinhalb Jahren Gefangenschaft Natascha Kampusch auf, gleichfalls festgehalten in einem Verlies. Aber das Schicksal der Fritzls aus Amstetten ist einzigartig. In seiner Komplexität, der Perfidie und der exakten Organisation. Josef Fritzl hatte diesen Tag, den 28. August 1984, genau geplant, wie er fast alles in seinem Leben genau geplant hatte. Er ist Perfektionist, ein Kontroll-Freak, ein Mann, der den Schalter von jovial auf despotisch jederzeit umlegen kann. Ein Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Fritzl kontrolliert beide Seiten, die dunkle und die helle, scheint sie nach Bedarf zu wechseln. Auch deshalb wird er fast 24 Jahre unentdeckt bleiben. Er erlaubt sich – bis ganz zum Schluss – keinen Aussetzer, keinen Fehler. Und stolpert dann doch über etwas, was sich seiner Kontrolle entzieht.

Josef Fritzl wird am 9. April 1935 in Amstetten geboren. Seine Mutter Maria trennt sich früh, und der Vater Josef sen. verschwindet aus dem Leben der Kleinfamilie. Maria Fritzl erzieht Josef mit harter Hand, sie haben nicht viel Geld, und es herrscht Krieg. Die Spielkameraden nennen ihn “Sepperl” oder “Pepperl”, und der ist ein guter Schüler, die Lehrer loben ihn. Nach dem Krieg lernt Josef Elektrotechniker und wird später in den Polizeiberichten als “technischer Angestellter” geführt. Er arbeitet bei der großen Stahlfirma Voestalpine in Linz, dann für einen Baustoffhändler und als Vertreter einer Maschinenfirma. Einem Nachbarn erzählt er von seiner Zeit in Brasilien, wo er Funkanlagen installierte. Ein ehemaliger Chef nennt ihn rückblickend “grenzgenial”, und eine Kollegin, Gerda S., erinnert sich, “dass er immer wie aus dem Ei gepellt aussah, wie ein Diplomat”. Fritzl wirkt auf Frauen – rank und schlank, der Schnäuzer akkurat gestutzt, stets gut gekleidet. Er ist damals schon verheiratet.

Mit 22 ehelicht Josef Fritzl seine Rosemarie, die 17 ist und Küchengehilfin. Rosemarie, eine einfache Frau, stellt nicht viele Fragen. Sie ist das komplette Gegenteil ihres Gatten: liebevoll, mütterlich, warmherzig. Vor allem aber devot bis zur Selbstaufgabe. Josef besorgt das Geld, sie gebärt ihm im Laufe der Jahre sieben Kinder: Ulrike, Rosemarie, Harald, Josef, Gabriele, Doris und Elisabeth, das vierte Kind, geboren am 16. April 1966. Er wird sie auswählen für die Rolle als Zweitfrau, als Mutter seiner Nebenfamilie und sie schon als Kind missbrauchen – da ist sie elf oder zwölf.

Etwa in dieser Zeit, 1977 oder 1978, muss in ihm der Plan für das Verlies gereift sein. Schließlich geschieht im Leben des Josef Fritzl alles mit Kalkül. Bereits am 31. Oktober 1978 ließ er sich den Zubau in der Ybbsstraße 40 von der Baubehörde bewilligen, neun kleine Wohnungen und einen Standardkeller mit drei Räumen. Die Wohnungen sind seine neue Finanzquelle. Der Kellerzubau ist nichts Außergewöhnliches in Zeiten des Kalten Krieges; viele Menschen bauen sogar komplette Bunker aus Angst vor einem Atomschlag. Monatelang gießt er Beton in Form, bohrt, buddelt und schraubt an dem leblos wirkenden Zubau. Am 26. Juli 1983 erteilt die Stadt die Benutzungsbewilligung für die Kellerräume. Eine Metalltür, die zu weiteren Räumen führt, beteuert die zuständige Behörde heute, habe es damals noch nicht gegeben. Was stimmt. Der Stratege Fritzl hatte selbstverständlich auch diesen Besuch vorausgesehen und sämtliche Eingänge provisorisch zugemauert. Ein gutes Jahr später beginnt das Martyrium der Elisabeth.

Sie ist damals schon Missbrauchsopfer, geht auf die Polytechnische Schule und lässt sich nichts anmerken. Und doch, irgendwas stimmt nicht mit dem Mädchen. Eine Schulfreundin von Elisabeth sagt: “Der Vater hat immer ordentlich ausgeteilt. Schläge – nicht mit der flachen Hand, sondern mit der Faust. Die haben sich alle gefürchtet. Der Bruder hat einmal zu mir gesagt: ‘Irgendwann drischt uns die Drecksau noch tot.'” Kommt Fritzl von der Arbeit nach Hause, duldet er keinen Besuch. Die Kinder raten ihren Freunden, rechtzeitig zu gehen. “Du weißt nie, was er sonst macht.” Wenn Josef Fritzl die Tür ins Schloss fallen lässt, erzählen Bekannte, kauerte einer der Söhne bereits in der Ecke und nässte sich ein.

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Kindheit in Niederösterreich war in dieser Zeit, in den 60er und 70er Jahren, oft von grausam patriarchischen Vätern bestimmt. Waren die Kinder ungehorsam, mussten sie bis zu einer Stunde auf scharfkantigen Holzscheiten knien, bis die Haut aufplatzte. “Scheitlknien” war ein feststehender Ausdruck. Wahlweise benutzten die Väter auch Reiskörner, die sie auf den nackten Küchenfliesen ausstreuten. Zuweilen mussten die Kleinen dazu noch ihre Arme waagerecht nach vorn ausstrecken und ein schweres Buch auf den Handflächen balancieren. Wenn die Kräfte nachließen, ließ der Vater rustikal die Knute knallen. “Man hat gelernt, sich zusammenzureißen, auch wenn die Schmerzen unerträglich waren”, sagt Elisabeths ehemalige Klassenkameradin Christa Götzinger. Um die sichtbaren Zeichen der Demütigung im Turnunterricht vor gehässigen Mitschülern zu verbergen, entschuldigten sie sich mitunter bei der Sportlehrerin, schauten den Übungen nur zu. Auch Elisabeth.

Das eher unscheinbare Mädchen saß meist stumm in Reihe zwei, gleich hinter den Götzinger-Zwillingen Christa und Jutta, ihren besten Freundinnen. Die Mädchenclique zählte zu den Außenseitern der Klasse, weil ihre Eltern nicht so wohlhabend waren wie die der anderen. Manchmal warfen sie ihre paar Schilling Taschengeld zusammen und kauften sich beim Bäcker Brause und Bonbons. “Eigentlich war Elisabeth ganz normal”, sagt Christa Götzinger, vielleicht etwas ruhiger und zurückgezogener als die anderen. Wenn die Zwillinge Witze erzählten, lachte sie mit. Lediglich wenn es um Jungs ging, klinkte sich die Lisi aus. Wie es bei den Fritzls zu Hause zuging, haben die Freundinnen nie erfahren. Die Fritzl-Kinder sind alle früh aus der Familie gegangen, manche studierten. Da war Elisabeth schon verschwunden.

Nun fragt sich die Nation, die Welt, wie solch ein Verbrechen 24 Jahre unentdeckt bleiben konnte. Obschon es Hinweise gab, klare und weniger klare. Vater Fritzl war am 24. Oktober 1967 im gerade einmal 50 Kilometer entfernten Linz wegen Vergewaltigung festgenommen worden, in der Lokalzeitung hieß es seinerzeit: “Der Linzer Polizei war der Mann jedoch kein Unbekannter mehr. Wegen zweier einschlägiger Delikte, einmal wegen Exhibition, und das andere Mal wegen versuchter Notzucht, war F. schon polizeilich registriert.” Er saß eineinhalb Jahre ein, kehrte zurück, Frau Rosemarie gebar ihm drei weitere Kinder und hielt still. Sie hielt immer still. Der Chefermittler Leopold Etz sagt, es gebe keine Anzeichen für eine Mitwisserschaft der Frau: “Josef Fritzl war so herrschsüchtig, dass seine Frau nicht zu fragen hatte, ob und was er im Keller macht. Wenn er sagte, er fährt jetzt nach Thailand oder dass niemand in den Keller darf, dann war das einfach so.”

Nach der Schule begann Elisabeth eine dreijährige Lehre zur Gastronomiefachfrau an einer Autobahnraststätte, rund zehn Kilometer von Amstetten entfernt. Am Rande der A1 kochte sie Kaffee und bereitete Snacks für die Reisenden auf der viel befahrenen Westachse. Zwei Monate am Stück verbrachte sie auf der Berufsschule für Hotel und Gastronomie in Waldegg südlich von Wien, 180 Kilometer entfernt von ihrem Peiniger. Einmal, am 28. Januar 1983, türmt sie nach einer durchzechten Nacht in einer spontanen Aktion mit einer Freundin im Zug von Linz nach Wien, wo sie gemeinsam untertauchen. Ihr Bruder Harald macht sich auf in die Hauptstadt, um im Rotlichtmilieu nach ihr zu suchen, vergebens. Sie hatte sich zuvor der Freundin offenbart, “ich muss aus dieser Hölle raus”, ehe sie nach drei Wochen in der Hartlgasse 42 aufgegriffen und zurückgebracht werden nach Amstetten, Niederösterreich, 23.000 Einwohner. Wo jeder über irgendwelche Ecken jeden kennt, irgendwie. Für Fritzl eine Gelegenheit, sie verschwinden zu lassen. “Ich habe das Verlies aus Sicherheitsgründen zu errichten begonnen”, versucht er sich heute zu rechtfertigen. “Elisabeth entwickelte sich nämlich so ganz anders als meine anderen Kinder, sie ging nächtelang aus, trank Alkohol…riss sogar zweimal aus. Ich brachte sie immer wieder nach Hause zurück”, zitiert ihn das österreichische Magazin “News”. 1984 bevorzugte er eine andere Legende. Abgehauen sei sie, zu einer Sekte, auf Nimmerwiedersehen. So stand es im Brief, “sucht nicht nach mir”, den ihr der Vater diktierte unten im Loch und am 21. September 1984 aufgab in Braunau am Inn, Hitlers Geburtsort; ein passender Ort für eine Sekte, für Verrückte oder, wie manche Österreicher sagen: Obskuranten. Mutter Fritzl erstattet Vermisstenanzeige. Sie befragt irgendwann sogar eine Wahrsagerin nach dem Schicksal der Tochter. Die niederösterreichische Polizei fahndet kurzzeitig im Sektenmilieu und stellt die Suche alsbald ein. Keine Spuren, natürlich nicht.

Wie ist das möglich? Ist es vielleicht eine Causa Austria, nicht mal zwei Jahre nach Natascha Kampusch? Oder vielmehr jene Banalität des Bösen, die überall existiert – in Belgien wie in Deutschland wie in Großbritannien wie in Frankreich, wo vergangene Woche Lydia Gouardo, 45, erzählte, wie sie 28 Jahre lang von ihrem Adoptivvater vergewaltigt wurde und die Behörden und Ärzte und Polizei davon wussten und nichts unternahmen? Der menschliche Abgrund ist in Österreich nicht tiefer als anderswo. Heute wundern sich alle, Nachbarn, Freunde, Verwandte, Kollegen, über das vermeintliche Doppelleben des Josef Fritzl, das aber gar kein Doppelleben war, sondern, wie es die österreichische Zeitung “Der Standard” auf den Punkt bringt, “sein einziges richtiges Leben: das eines autoritären Charakters, der seine von der Gesellschaft an sich akzeptierten Sekundärtugenden – Kontrollsucht, streng, aber gerecht, Ordnungsliebe – eben bis zur verbrecherischen Konsequenz getrieben hat”. Wegschauen, verdrängen, nichts sehen, nichts hören, nichts sagen sind keineswegs österreichische Eigenschaften, sondern menschliche. Nachbarn wollen rückblickend etwas gehört haben, Klopfen, Kratzen, Schaben; einer behauptet sogar, über eine Freundin von den Vergewaltigungen gewusst zu haben. Aber er meldet nichts der Polizei. Gerüchte, und es wird viel geredet in einer kleinen Stadt.

Verbindungsgang: Ein schmaler Durchlass führt in eines der Schlafzimmer. Erst 1993 erweiterte Fritzl den Kerker um den hinteren Trakt

Elisabeth gerät langsam in Vergessenheit. Zweimal veranstalten ihre ehemaligen Mitschüler ein Klassentreffen, aber die Lisi ist nicht dabei. Schon damals tratschte die Stadt über die Sekte, der die Tochter vom Fritzl Josef verfallen sein soll. “Doch nicht die Lisi”, hat ihre Freundin Christa Götzinger gedacht. “Dafür war sie wirklich nicht der Typ.”

Aber Elisabeth ist weg, kein Laut von ihr, nur jener erste Brief, “sucht mich nicht”. Sie kauert in einem Bunker, abgeschottet mit Stahltüren und einem elektronischen Schloss, künstlich belüftet. Ihr einziger Kontakt nach oben ist der Vater, der ihr Nahrung bringt und Kleidung und sie vergewaltigt, immer und immer wieder. Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr. 1988 kommt unter der Erde Kerstin zur Welt; Katarina Witt gewinnt in diesem Jahr bei den Winterspielen in Calgary für die DDR ihre zweite Goldmedaille im Eiskunstlaufen; der damalige österreichische Bundespräsident Kurt Waldheim, selig, ist isoliert, da er der Mitwisserschaft an Nazi-Verbrechen beschuldigt wird; libysche Geheimdienstler schießen über dem schottischen Lockerbie eine Pan-Am-Boeing ab. Elisabeth Fritzl vegetiert nun schon vier Jahre unter der Erde, ein paar Meter nur vom Haus entfernt, das unerreichbar ist.

Oben führt ihr Vater sein Parallel-Leben. In Amstetten und an den Wochenenden am Mondsee, 150 Kilometer entfernt, wo er bereits 1973 die Gaststätte “Seestern” gekauft und einen Teil eines nahe gelegenen Campingplatzes gepachtet hat. Er tritt als höflicher, etwas unnahbarer, aber durchaus sympathischer Mann auf. Bewohnern des 1500-Einwohner-Örtchens Unterach imponiert, wie gepflegt sich der Neue ausdrücken kann. “Ein integrer Herr, der nie ausfällig wurde”, sagt Gemeindeamtsleiter Helmut Greifeneder. Wenn er Verträge aufsetzt, achtet der korrekte Herr Fritzl auf jedes Wort. Er pocht auf strikte Ordnung all die Jahre bis 1996, als er die Pension verkaufen und den Platz abgeben wird. “Hundekot am Campingplatz unbedingt entfernen” pappt noch heute auf einem vergilbten Papier am Eingang. Die Campingwagen stehen nach wie vor in Reih und Glied, dazwischen Blumenbeete in strenger geometrischer Formation und Rasenflächen, die mit der Nagelschere geschnitten zu sein scheinen.

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Nur gelegentlich blitzt in dieser Zeit das Despotische in ihm auf hinter jener gepflegten Fassade: der Tyrann, der seine Frau vor Fremden anherrscht, wenn die kleinste Kleinigkeit nicht nach seinem Willen geht, oder der einen der beiden Söhne schlägt, weil der am Mondsee ein paar Minuten zu lange gefischt hat. Der Undurchschaubare, der 1974 am eigenen Gasthof, welcher nicht so recht lief, Feuer gelegt haben soll, um bei der Versicherung zu kassieren. Der Unverbesserliche, der im Jahr 1982 vorübergehend festgenommen wird, als der “Seestern” abermals brennt, diesmal lichterloh, und am Brandherd eine Gasflasche gefunden wird. “Es war ein Paradefall von Brandstiftung”, sind sich Ermittler bis heute sicher. Doch das Kreisgericht stellt auch dieses Verfahren ein, wegen Mangels an Beweisen. Polizeibeamte vor Ort erleben Fritzl schon seinerzeit bei den Vernehmungen als einen “irrsinnig harten Menschen, der mit Brutalität seine Interessen durchsetzt”. Das alles sind Warnzeichen, aber sie bleiben unerkannt.

1990, im Jahr der Deutschen Einheit, im Jahr sechs ihres Daseins unter der Erde, bringt Elisabeth Fritzl den Sohn Stefan zur Welt; in Südafrika wird Nelson Mandela nach 28 Jahren Haft entlassen. Elisabeth, Kerstin und Stefan werden noch 18 Jahre in ihrem fensterlosen Bunker bleiben. Die Kinder werden erleben, wie ihr Vater die elektronisch verriegelte Stahltür öffnet und Lebensmittel bringt und sich an ihrer Mutter vergeht. Sie werden erleben, wie weitere fünf Geschwister geboren werden und drei von ihnen den Kerker verlassen dürfen.

“Für die Kinder war das Leben im Keller die Normalität, eine abgeschlossene Realität. Wenn sie eine starke Bindungsperson hatten, und die schien ihre Mutter gewesen zu sein, dann haben sie sich an dieses Leben angepasst”, sagt Traumatherapeutin Eva Münker-Kramer, deren Team die Opfer ganz früh betreute. Selbst das Mitansehen der Vergewaltigungen müsse nicht unbedingt traumatische Folgen für die Kinder bedeuten. Bei Frauen, die wiederholt missbraucht würden, könne ein neurobiologischer Schutzmechanismus einsetzen, der Gefühle und Empfindungen abspaltet, sodass die Kinder Panik und Schmerz der Mutter nicht wahrnehmen. Die stille Vergewaltigung könne dann aus Sicht der Kinder Normalität werden. “Passiert das aber nicht, ist es extrem traumatisierend”, sagt Münker-Kramer. “Denn die engste Bindungsperson scheint bedroht.” So ist das Leben dort unten, auf 55 Quadratmetern, drei Räume, ein Kühlschrank, ein Radio, ein Fernseher, ein Videorekorder, eine Kochnische, eine Waschmaschine, Hunderte von Vergewaltigungen.

Oben betreibt Josef Fritzl seine Geschäfte, er besitzt inzwischen mehrere Immobilien. Er fährt Mercedes, trägt maßgefertigte Anzüge und Schuhe und geht gern aus. Gelegentlich wird er gegen Mitternacht im “James Dean” gesichtet, einem Tanzlokal für gesetzteres Publikum. Den Schnäuzer gestutzt, die Wangen glatt rasiert, in einer Wolke von Aftershave stolziert er in die Villa in der Waidhofner Straße. Die hübschen slawischen Bedienungen, die in Miniröcken durch den Laden stöckeln, begrüßt er stets mit Vornamen. Er sagt immer das Gleiche: “Na, was gibt’s Neues?” und manchmal auch: “Heut sind ja nicht so viele Frauen da.” Seine leiblichen Kinder sind aus dem Haus, seine Frau rührt er nicht mehr an, und Elisabeth lebt jenes unterirdische Leben, das Fritzl für sie vorgesehen hat.

Im “James Dean” ist der Fritzl Josef nur der Josi. Kommt immer allein, trinkt nie Alkohol, nur Kaffee, mit zwei Milch. Tanzt auch nie, weil er sich dafür hätte gehen lassen müssen, und das passt nicht zu diesem Mann. Schaut den Frauen nach, je schlanker, desto besser. Er steht an der Theke, schlürft seinen Kaffee, redet mit alten Schulfreunden seiner Kinder, über die Rosemarie oder die Elisabeth, die ja “abgängig” sei, bei dieser Sekte, ein Trauerspiel das alles.

Nach einer Stunde verlässt er normalerweise das Lokal und geht in den Betonbunker an der Ybbsstraße, schräg gegenüber von “Blumen Zauber” und dem Tattoo-Studio “Sweet Pain”. Seine Mieter für das leblos wirkende Gebäude sucht er per Zeitungsannonce. Menschen, die pünktlich zahlen, keine Fragen stellen und die er schnell wieder loswerden kann. Offenbar bevorzugt er alleinstehende Sozialhilfeempfänger ohne großen Freundeskreis. Einen zuverlässigeren Zahler als das Sozialamt, weiß Fritzl, gibt es nicht. Im Haus gelten seine Regeln. Das Betreten von Keller und Garten ist strengstens tabu. Privatsphäre, sagt Fritzl. Wer nach 22 Uhr noch Lärm macht, bekommt eine Abmahnung. Sogar die Betriebskosten, die seine Familie aus der Unterwelt verursacht, legt er unverfroren auf die Mieter um. Einer der insgesamt 120, die über die Jahre in Fritzls Haus wohnten, weist die überhöhte Rechnung zurück. Mehr fällt nicht auf. Auch beim Müll, sagen die Ermittler, gab es keine Besonderheiten. “Fritzl entsorgte ihn normal, wie die anderen Bewohner.”

Konten für die Mieteinnahmen wechselt er mehrfach. “Meine Frau hebt zu viel ab”, gibt er als Grund an. Doch es ist Fritzl selbst, der das Geld dringend braucht, für seine Familie im Keller. Windeln, Lebensmittel, Zahnpasta, Möbel, Medikamente. Für größere Einkäufe fährt er ins 25 Kilometer entfernte Waidhofen an der Ybbs oder sogar 70 Kilometer nach St. Pölten.

In der Unterwelt gebärt Elisabeth 1992 Lisa, 1994 Monika und 1996 Alexander. Alexanders Zwillingsbruder Michael stirbt drei Tage nach der Geburt. Josef Fritzl beseitigt die Leiche im Heizofen. Es ist das Jahr, in dem Jan Philipp Reemtsma entführt und 33 Tage später nach einer Lösegeldzahlung freikommt; die olympischen Sommerspiele von Atlanta werden in jenem Sommer von einem Bombenattentat überschattet. Unten wird der Platz knapp, obwohl seit 1993 zwei weitere Räume dazugekommen sind. Elisabeth fordert eine UV-Lampe und Vitamin-D-Präparate gegen Knochenerweichung in der Welt ohne Sonne. Josef Fritzl beginnt, seine Familie nochmals zu teilen, in pflegeleicht und schwierig, gesund und kränklich. Er selektiert. Er droht mit Vergasen, falls sie zu fliehen versuchen. “Drei hat er mir genommen, drei hat er mir gelassen”, wird Elisabeth nach ihrer Befreiung aussagen.

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Lisa, Monika und Alexander dürfen nach oben. Sie werden vor der Haustür in der Ybbsstraße “abgelegt”, so heißt das in Österreich. Es tauchen abermals drei fingierte Briefe der Tochter auf, in denen sie um Verständnis und Fürsorge bittet. Einmal, Gipfel der Chuzpe und seiner Allmachtsfantasien, ruft Josef Fritzl, wie er später aussagt, seine Frau auf einem gerade erst neu eingerichteten Anschluss mit verstellter Stimme an, gibt sich als Elisabeth aus und sagt: “Ich bin’s, sei mir nicht böse, ich kann dir leider nicht sagen, wo ich bin…” Lisa, die wenige Tage nach dem Auffinden in Linz operiert werden musste, wird adoptiert, Monika und Alexander nehmen Fritzl und seine Frau Rosemarie als “Verwandtenpflegekinder” an, weil es für Pflegekinder mehr staatliches Geld gibt. Rund 12 000 Euro jährlich zusätzlich zur Familienbeihilfe.

Und wieder schöpft niemand Verdacht. 21-mal kontaktiert die Jugendwohlfahrt Amstetten die Familie Fritzl, Josef mimt den zurückhaltenden, gnädigen Großvater, der viele Freiheiten gewährt. Gattin Rosemarie backt Plätzchen für die Weihnachtsauftritte der Stadtkapelle, dekoriert die Geburtstagsfeste ihrer vermeintlichen Enkelkinder, besucht Serviettenkurse im Bastelladen um die Ecke und organisiert die Erstkommunionen in der Gemeindekirche St. Marien. Die Fritzls bekommen ein ausgezeichnetes Zeugnis ausgestellt. Unterdessen erblickt im Jahre 2002 der kleine Felix das Dunkel der Welt. Es ist das Jahr, als Deutschland seine D-Mark verliert und Österreich den Schilling. Felix bleibt unten. Der Herrscher hat entschieden, dass drei Kinder oben reichen. Obschon sie von den Behörden nichts zu befürchten hätten. Nichts. Die Fritzls kümmerten sich “vorbildlich um die Enkelkinder”, heißt es in einem Bericht.

Warum wurde kein Amt stutzig? Hans-Heinz Lenze ist Bezirkshauptmann und damit Chef der Jugendwohlfahrt. Ein schlanker Mann von 64 Jahren, der früher einmal für Austria Wien Fußball gespielt hat. Jetzt das. Der Skandal. Er sitzt in seinem Büro, Zimmer 203, sein Schreibtisch ist aufgeräumt, vor ihm liegt eine Liste der Interviews, die er an diesem Tag zu führen hat. Alle stellen die gleichen Fragen: Wo waren die Behörden? Drei Findelkinder, drei Briefe, aber keine Nachforschungen. Und: Wie kann es sein, dass ein aktenkundiger Sexualstraftäter das Sorgerecht für drei Kinder zugesprochen bekommt? Wie kann es sein, dass niemand fragte, wo die Mutter steckte? Wie kann das alles sein, Herr Bezirkshauptmann?

Herr Lenze hat auf alle diese Fragen eine Antwort. Die Antwort ist ein weißes DIN-A4-Blatt, auf dem steht: “Im Strafregister der Bundespolizeidirektion Wien erscheint keine Verurteilung”. Ausgestellt am 16.5. 1994, 15.46.02 Uhr. Das ist die Antwort, der Persilschein für die Behörden mit Stempel, bis auf die Sekunde genau. Stempel lügen nicht. Was ist mit Fritzls Haftstrafe wegen Vergewaltigung? “Verjährt und aus den Akten getilgt.” Wird nicht gemunkelt in einem Kaff wie Amstetten? “Gerüchte sind keine Beweise, ich lebe nicht in Amstetten, und die Akte liegt in Linz.” Aber Linz ist nur eine halbe Stunde entfernt. “Wir haben nichts davon gewusst.” Zeitungen haben berichtet! “Aber nicht die in Niederösterreich. Und was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.”

Der menschliche Abgrund – noch mal – ist in Österreich nicht tiefer als anderswo, aber die Ausreden sind flacher.

“Hinterher ist man immer schlauer”, sagt Lenze, der so kurz vor der Pensionierung erleben muss, wie die Welt auf sein Städtchen blickt und sich sogar Bundeskanzler Gusenbauer ums Image der Nation sorgt, die so kurz vor der Fußball-Europameisterschaft erleben muss, wie die Welt ihr Land zerpflückt als Europameister in Schlamperei. Dabei galt Österreich jahrelang als Musterstaat: Das Land nähert sich mit einer Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent der Vollbeschäftigung, Parkscheine können per SMS bezahlt werden, und der Wiener Schmäh klingt allemal eleganter als Berliner Schnauze. Aber erst kam der Fall Kampusch, den die Ermittler nicht schnell genug zu den Akten legen konnten – Entführer tot, Klappe zu. Vor gerade mal zwei Wochen waren neue Dokumente aufgetaucht, neue Fragen nach Mitwisserschaft und Mittätern, und prompt wurde der Reporter als Nestbeschmutzer geschmäht.

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“Man stelle sich das Gegenteil dessen vor, was man für normal hält, und setze es als österreichische Normalität voraus – dann ist man zumindest nicht völlig fassungslos, wenn man mit Österreich und seinen Sprachregelungen zu tun bekommt”, schreibt der Essayist Robert Menasse über seine Landsleute.

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Vielleicht wäre alles so weitergegangen mit Josef Fritzls zwei Welten, der oben und der unten. Vielleicht säßen Elisabeth, Kerstin, Stefan und der Jüngste, Felix, immer noch im Verlies. Aber als am 19. April die Tochter schwer erkrankt, drängt Elisabeth ihren Vater vehement, Kerstin ins Krankenhaus zu lassen. Er willigt ein, und die Tyrannei geht auf ihr Ende zu, weil Josef Fritzl diesmal an den Falschen gerät, einen Mann mit Zivilcourage.

Ein Held ist auch deshalb ein Held, weil er nie von sich behaupten würde, ein Held zu sein. “Ich habe nur meine Aufgaben erledigt”, sagt Primar Dr. Albert Reiter, Leiter der Intensivmedizin im Klinikum Amstetten. Der 57-Jährige, ein kleinerer Mann mit wenigen Haaren und randloser Brille, geboren in Tirol und heimisch im niederösterreichischen Mostviertel, war an jenem Wochenende im Krankenhaus, wie er es an jedem Wochenende ist, meist ab acht Uhr morgens. Er muss das nicht machen, er macht es halt, er nennt es “Hintergrundbereitschaft”. Gegen 21 Uhr wird er in den Schockraum gerufen, eine junge Frau ist eingeliefert worden, bewusstlos und mit Krämpfen. Sie hat sich heftig auf die Zunge gebissen, das Blut rinnt ihr aus dem Mund. Eine Vergiftung? Drogen? Es wären typische Anzeichen. Die Sanitäter hatten nichts festgestellt. Als sie die Frau holten, lag sie auf einem Bett. Nur eine Flasche Hustensaft und eine Packung Aspirin neben sich, die hatte ihr der Großvater hingelegt. Er hatte auch den Krankenwagen gerufen. Ist sie Epileptikerin, oder hat er, der erfahrene Mediziner, seit 31 Jahren im Dienst, eine neue Krankheit vor sich? Die Diagnose ist schwierig, er kann die Frau ja nicht fragen. Die Krämpfe verursachen Sauerstoffmangel. Organe drohen zu versagen. Sie ist in akuter Lebensgefahr, so viel steht fest. Reiter leitet die notwendigen Maßnahmen ein: Beatmung. Künstlicher Tiefschlaf. Nierenersatztherapie.

Gegen 22 Uhr trifft ein älterer Mann im Krankenhaus ein und sagt, er sei Josef Fritzl, der Großvater der Patientin. Er sagt, Kerstin sei ein Kind seiner Tochter, die seit 24 Jahren verschwunden sei, vermutlich halte sie sich bei einer Sekte auf. Er sagt, Kerstin habe am Morgen vor seiner Tür gelegen, ein Brief sei auch dabeigewesen. Er zeigt den Brief. Die Kerstin sei noch nie in einem Krankenhaus gewesen, steht da geschrieben, sie sei sehr schüchtern. Ihr Großvater sei der einzige Mensch, den sie kenne. “Ich habe sie noch nie gesehen”, sagt der Großvater. Dem Arzt kommt alles ein wenig komisch vor.

Er brauche dringend Kontakt zur Mutter, sagt Albert Reiter dem Großvater. Er müsse Kerstins Krankengeschichte erfahren. Er werde deshalb die Polizei rufen. Und wenn das nichts helfe, müsse man die Staatsanwaltschaft bitten, die lokalen Medien einzuschalten. Josef Fritzl stimmt zu. Kurz darauf strahlt das ORF in seiner Lokalsendung “Niederösterreich heute” einen Beitrag mit dem Titel “Todkranke sucht Mutter” aus. Die gesuchte Mutter sitzt zwei Kilometer entfernt auf einem Bett in jenem fensterlosen Keller und hat den Fernseher an. Als sie den Beitrag sieht, trifft sie eine Entscheidung: Sie wird zu ihrer Tochter gehen. Koste es, was es wolle.

Albert Reiter hat darauf bestanden, selbst mit der Mutter zu reden, falls sie anrufen sollte. Er hat dafür gesorgt, dass die Anrufe an die eingerichtete Hotline auf sein Handy umgeleitet werden. Er trägt das Handy immer bei sich. Auch nachts. Doch es rufen vor allem Menschen an, die ihm etwas über Sekten erzählen wollen. Eine Woche ist vergangen, als am Abend des 26. April gegen 20 Uhr eine hagere, alte Frau mit schlohweißem Haar an der Rezeption steht und sagt: “Ich bin Kerstins Mutter.” Natürlich sei ihm die Frau sonderbar erschienen, sagt Albert Reiter, natürlich hätte er sie gern gefragt, wo sie die vergangenen 24 Jahre abgeblieben war. “Aber das war nicht meine Aufgabe in diesem Moment.” Also sprechen sie über die Krankheit der Tochter. Der Arzt sagt, das Gespräch sei ihm nahegegangen. Josef Fritzl wartet zu der Zeit draußen vor dem Krankenhaus. Es gehört zu einem Helden, dass er nicht sagt, ein Held zu sein. Deshalb lautet die offizielle Version der Geschichte so: Noch am Abend erreichte die Kriminalpolizei ein Anruf. Der Hinweisgeber, so hieß es später auf den Pressekonferenzen, möchte anonym bleiben.

Josef Fritzl und seine Tochter werden noch vor der Klinik von der Polizei angesprochen. Nachdem die Polizisten Elisabeth zugesichert haben, sie müsse nicht mehr zum Vater zurück, offenbart sie sich. Fritzl wird verhaftet. Die Polizei schließt nicht aus, dass Fritzl selbst an eine Beendigung des Ganzen dachte. Zumal er seiner Tochter im Januar 2008 einen Brief diktierte, in dem sie ihre Rückkehr und die der Kinder für Mai oder Juni ankündigte, weil dann einige Geburtstagsfeiern anstünden. “Er hat wohl gemerkt, dass mit dem Alter seine Aktivität und Mobilität eingeschränkt wird”, sagt Chefermittler Etz. “Außerdem wuchs der Druck, weil er wusste, dass wir von ihm und den Kindern Speichelproben nehmen, um die Vaterschaft zu klären.”

Josef Fritzl sitzt in der Justizvollzugsanstalt St. Pölten hinter hohen Mauern, und es passt zu diesem Finale, dass er von dem Wiener Anwalt Rudolf Mayer, 60, vertreten wird. Mayer ist ein flamboyanter Mann, der die Aufmerksamkeit der Medien liebt und Interviews im Dutzend gibt und allen, allen, allen davon erzählt, dass er im Prozess “den Menschen Fritzl hinter dem Monster Fritzl” präsentieren wolle. Da kommt es ihm zupass, wenn der in “News” zitiert wird: “Ich wusste dauernd, während der ganzen 24 Jahre, dass das, was ich tat, nicht richtig war, dass ich verrückt sein muss, weil ich so etwas tue. Aber trotzdem konnte ich nicht raus aus meinem zweiten Leben. Wenn ich oben war, war ich ganz normal. Ich hab voll funktioniert, Geld gemacht, meine Familie gut versorgt, und ich hab bewusst nur an unten gedacht, wenn ich für meine Zweitfamilie Besorgungen zu erledigen hatte. Aber irgendwann ist das alles auch ganz selbstverständlich für mich geworden, wie eben, dass ich im Keller meines Hauses ein zweites Leben führte, dass ich dort eine zweite Frau und unsere gemeinsamen Kinder zu betreuen hatte.” Mayers Klient Fritzl hat die Welt eingeteilt in unten und oben, und auch der Anwalt teilt sie ein in: Welt, Europa und Österreich. Dieser Fall ist Welt, und für Fälle von Welt fühlt sich Mayer zuständig. Josef Fritzl, sagt er, wirke wie ein “pater familias”, und wird voraussichtlich auf Unzurechnungsfähigkeit plädieren.

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Elisabeth Fritzl und ihre Kinder sitzen im Landesklinikum Amstetten-Mauer, bewacht von einem privaten Sicherheitsdienst. Sie verlassen das Gebäude nicht, vor allem wegen der Fotografen. Die Ärzte sagen, den Fritzls gehe es “den Umständen entsprechend gut”. Der Herr Bezirkshauptmann Hans-Heinz Lenze bekommt sogar feuchte Augen, wenn er über die Familie spricht. Wie aufgeweckt der fünfjährige Bub sei, ein richtiges “Pumperl” sei der. “Dem scheint’s richtig geschmeckt zu haben, dort drunten”, sagt der Bezirkshauptmann und lächelt.

Die Fritzl-Kinder konnten bislang noch nicht vernommen werden. Vielleicht werden sie nie vernommen. Stefan, 18, und Felix, 5, haben in der Welt “dort drunten” untereinander eine eigene Sprache entwickelt, einen Dialekt. Felix läuft barfuß, weil er nie Schuhe trug, Stefan macht einen schwer verhaltensauffälligen Eindruck, ihre Schwester liegt auf der Intensivstation.

Niemand kann sagen, ob Elisabeth Fritzl und ihre drei Keller-Kinder jemals in der Welt hier oben ankommen werden.

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